Der ultimative Leitfaden für Ihre Kanzleisoftware

Sie sind auf der Suche nach einer neuen Software für Ihre Kanzlei? Dieser Ratgeber hilft Ihnen bei der Auswahl!​

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LEGAL-TECH EXPERTISE

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Frau/Herr Eva Mustermann

Kanzleisoftware – Wie finden Sie die passende Lösung?​

Viele Kanzlei-Inhaber sind mit den langsamen, manuellen Arbeitsabläufen in Ihrem Unternehmen nicht zufrieden. Vor allem kleine Kanzleien versuchen oft, dieses Problem mit „Standard-Tools“ wie Outlook, Word und Excel zu lösen. 

Diese Programme sollen unter anderem die Mandantenakten, Fristen, Termine, Wiedervorlagen und komplexe juristische Arbeitsabläufe digital automatisieren. Leider sind solche Tools dafür kaum praktikabel und kosten Kanzleien weiterhin Zeit und Nerven.

Die Lösung hierfür heißt Legal Tech. Mit moderner Kanzleisoftware lassen sich die wichtigsten Workflows der Branche digital abbilden und sind dabei unvergleichlich schneller und kostensparender. Bei der Entscheidung für eine Kanzleisoftware sollten Sie allerdings diese Vor- und Nachteile sorgfältig abwägen:

Nachteile

Kosten:
Kanzleisoftware erfordert eine Investition, sei es für die Anschaffung der Software oder für monatliche oder jährliche Lizenzgebühren. Zusätzliche Kosten können für Schulungen, Support oder Hardware-Upgrades anfallen.

Einarbeitungszeit:
Die Einführung einer Kanzleisoftware erfordert Zeit und Schulungen, um sich mit ihren Funktionen vertraut zu machen und den Arbeitsablauf an die neue Software anzupassen.

Abhängigkeit vom Anbieter:
Die Nutzung einer Kanzleisoftware bedeutet eine gewisse Abhängigkeit vom Softwareanbieter. Problematische Updates, schlechter Support oder ein Ausfall des Anbieters können zu Herausforderungen führen.

Anpassung an spezifische Bedürfnisse:
Jede Kanzlei hat unterschiedliche Anforderungen. Es kann sein, dass nicht alle Funktionen der Kanzleisoftware den individuellen Bedürfnissen entsprechen oder Anpassungen erforderlich sind. Umgekehrt bietet die Software vielleicht zu viele Module, die sie gar nicht benötigen, aber trotzdem dafür zahlen.

 

Vorteile 

Effizienzsteigerung:
Eine Kanzleisoftware automatisiert viele wiederkehrende Aufgaben wie Dokumentenmanagement, Zeiterfassung und Rechnungsstellung, was zu einer deutlichen Zeitersparnis führt.

Verbesserte Organisation:
Eine Kanzleisoftware ermöglicht die strukturierte Verwaltung von Mandanten- und Fallinformationen, Aktenverwaltung und Terminplanung, wodurch sich die Organisation und der Überblick über alle relevanten Daten deutlich verbessern.

Datensicherheit:
Durch den Einsatz einer Kanzleisoftware können sensible Daten besser geschützt und vor unbefugtem Zugriff bewahrt werden. Verschlüsselung, Zugriffskontrollen und regelmäßige Backups sorgen für eine höhere Datensicherheit.

Compliance:
Eine Kanzleisoftware hilft, Compliance-Standards einzuhalten, indem sie Protokolle über sämtliche geschäftliche Aktivitäten führt und eine lückenlose Dokumentation ermöglicht.

Mandantenkommunikation:
Mit Hilfe der Software können Mandanten einfacher kontaktiert werden, beispielsweise mittels sicherer elektronischer Kommunikation oder als Teil eines Online-Portals.

FAZIT

Der Einsatz einer Kanzleisoftware bietet zahlreiche Vorteile, dennoch gibt es auch Nachteile, die Sie bei der Entscheidung berücksichtigen sollten. Analysieren Sie im Vorfeld Ihrer Entscheidung die spezifischen Anforderungen Ihrer Kanzlei und vergleichen Sie verschiedene Softwarelösungen oder nutzen Sie einen Kanzleisoftware-Konfigurator.

On-Premises oder Cloud?​

On-Premises-Software wird direkt auf den internen Servern einer Kanzlei installiert, während Cloud-basierte Software über das Internet zugänglich ist und von einem externen Anbieter gehostet wird. Welche Version sich für Sie am meisten lohnt, hängt von Ihrer individuellen Einschätzung folgender Faktoren ab:

 
On-Premises Cloud
Sicherheit Volle Kontrolle über die Daten, da sie intern gespeichert werden. Sie müssen selbst für ein ausreichendes Sicherheitskonzept sorgen. Ein eigener IT-Server erreicht in der Regel nicht die Cyber-Sicherheit einer Hochsicherheits-Cloud für Juristen.

Ein eigener Kanzleiserver ist heute oft aufwendig und teuer.
Setzt auf die Sicherheitsinfrastruktur des Anbieters

Oft fortschrittliche Sicherheitsmaßnahmen: Es existieren Hochsicherheits-Clouds in Deutschland, die auf Juristen spezialisiert sind und entsprechende Rechtsicherheit bieten
Skalierbarkeit und Flexibilität Möglicherweise zusätzliche Investitionen in Hardware und Infrastruktur nötig, um mit dem Wachstum Schritt zu halten. Ressourcen je nach Bedarf erhöhen oder reduzieren

Ermöglicht den Zugriff von überall und von verschiedenen Geräten aus
Kosten Kosten Häufig hohe Anfangsinvestitionen für die Hardware und die Lizenzen Meist eine monatliche oder jährliche Gebühr, die je nach Nutzung variieren kann.
Wartung und Updates Erfordert interne Ressourcen für die Wartung und die Durchführung von Updates Anbieter übernimmt die Aufgabe, was Zeit und Ressourcen spart.

Erfordert möglicherweise eine starke Internetverbindung
Datensicherung und Wiederherstellung Volle Kontrolle, aber auch volle Eigenverantwortung unter Einsatz interner Ressourcen Teilweise standardisierte Backups. Überprüfen Sie, ob die Backups Ihren individuellen Anforderungen und Compliance-Standards entsprechen.

Welche Kosten entstehen durch die Nutzung von Kanzleisoftware?

Die Kosten für den Erwerb und die Nutzung von Kanzleisoftware können je nach Anbieter und den spezifischen Anforderungen der Kanzlei variieren. Zu den häufigsten Kostenpunkten gehören: 

Implementierung
und Anpassung

Bei der Einführung einer neuen Kanzleisoftware kann es erforderlich sein, die Software an die individuellen Bedürfnisse der Kanzlei anzupassen. Dies kann zusätzliche Kosten verursachen, insbesondere wenn eine umfangreiche Anpassung erforderlich ist.

Lizenz- oder Abonnementgebühren

Manche Kanzleisoftwarelösungen erfordern noch den Kauf einer Lizenz, um die Software nutzen zu können. Die Kosten können je nach Umfang der Software und der Anzahl der Benutzer variieren. Die meisten Anbieter setzen allerdings inzwischen Abonnementmodelle ein, bei denen regelmäßige Gebühren anfallen. Meistens sind dies monatliche oder jährliche Abrechnungsmodelle. Achten Sie daher nicht mehr nur auf die einmaligen Anschaffungskosten, sondern vor allem auf die dauerhaften Folgekosten, die durch jahrelange Nutzung der Software entstehen können.

Schulung und
Support

Um die Software effektiv nutzen zu können, kann Schulung und Unterstützung erforderlich sein. Einige Anbieter bieten diese Leistungen möglicherweise gegen zusätzliche Gebühren an.

Hardwareanforderungen

Die Kanzleisoftware kann unter Umständen bestimmte Hardwareanforderungen haben, wie beispielsweise leistungsfähige Server oder spezielle IT-Infrastruktur. Die damit verbundenen Kosten sollten ebenfalls berücksichtigt werden.

Wartung und Updates

Die Software muss in der Regel regelmäßig gewartet und aktualisiert werden, um sicherzustellen, dass sie reibungslos läuft und auf dem neuesten Stand bleibt. Dies kann eine jährliche Wartungsgebühr oder andere Kosten für Updates und Upgrades mit sich bringen. In anderen Abonnementmodelle sind Wartung und Updates bereits enthalten.

Bitte beachten Sie, dass dies allgemeine Kostenaspekte sind und dass die tatsächlichen Kosten von Kanzlei zu Kanzlei unterschiedlich sein können. Es empfiehlt sich, verschiedene Anbieter zu vergleichen und eine gründliche Kostenanalyse durchzuführen, damit Sie eine fundierte Entscheidung treffen können. Hierbei kann diese Vergleichstabelle für Anwaltssoftware und der Kanzleisoftware-Konfigurator helfen. Alternativ können Sie unsere Experten auch direkt über das Kontaktformular kontaktieren.

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